The adventures of GARAGE PUNK DADDY (79)

Oh Gott-o-gott, heute muss ich wieder eine super Geschichte von Pops (79 3/4) erzählen und von seinem erst im hohen Alter erwachten Interesse für meine musikalischen Vorlieben. Man muss dazu sagen: Wer Pops (fast 80) kennt, weiß: Dieser Mann hörte und hört sein ganzes Leben lang nichts anderes als JS Bach und andere barocke Kirchenchormusik. Schauder!
Ein Leben ohne Rock’n’Roll!
Kommt ihm bei mir oder im Radio Rockmusik zu Ohren,
wird das meist kommentiert mit:
„Der spricht ja mehr als dass er singt“
„Der Tonraum dieser Musikart ist so gering“
oder:
„hört sich an wie Maschinenlärm in einer Fabrikhalle“
Möglicherweise typisch für Pops‘ Generation…

Trotzdem: Ein neugieriges Interesse an der fremden Fabrikmusik flammt immer wieder auf. Deswegen war ich als Kind auch mit Pops (oder er mit mir) bei BAP und der SCHRÖDERS ROADSHOW. Aber: Es brachte nicht die Erleuchtung und Rocknroll und mein Pops, das wird wohl nichts mehr!

Heute telefonierte ich mit Mom.

(Man hört Pops im Hintergrund.)

Sie so: „Dein Pops fragt, wann genau deine Veranstaltung, wo du auflegst, sei.“

ich so: (schock!!!) „Am 28. „-w-warum will n der das wissen..?“

Mom so: „Nur so, er will an dich denken.“

(Man hört wieder Pops im Hintergrund)

Mom so: „Er will nicht an dich denken, er will HINGEHEN.“

Ich so: (kreisch!) „Och nöö, oder!“

Darauf Mom zu Pops: „Lass mal, Vadder. Ein Vater muss nicht hingehen, nur weil sein erwachsener Sohn irgendwo Platten auflegt. Das ist nun WIRKLICH keine Veranstaltung für 80jährige.“

Ich so: „Äh, genau. Exakt.“

(Man hört Pops im Hintergrund)

Ich so: „was murmelt Pops da?“

Sie so: „Er sagt Ja-ja, der Alte soll daheim bleiben und sich ins Bett legen, was!!“

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